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Poesia. Edició crítica

Joan Maragall
Die Blinde Kuh
Die Horner hie und da an Baume stossend
Und wie im Traum zur Wasserstelle wandelnd,
Stapft einsam ihres Wegs die Kuh – die blinde.
Ein Stein, vom Viehknecht allzugut geworfen,
Schlug ihr ein Auge aus, indes das andre
Ein Schleier trubte, bis sie blind geworden.
Nach dem gewohnten Quell zur Tranke geht sie,
Doch nicht so festen Schritts wie wohl vorzeiten,
Auch nicht mit den Gefahrtinnen. Nein, einsam
Die Schwestern lassen uber Schlucht un Halde,
Am Uferrand un durch der Triften Frieden
Die Glocken klingen, wahrend sie nach Laune
Am Gras sich gutlich tun: sie wurde straucheln.
Da stosst ihr Maul sich am zerwaschnen Kubel,
Sie prallt entsetzt zuruck, kehrt dennoch wieder,
Taucht in den Trog den Kopf und trinkt bedachtig.
Trinkt wenig, ohne Durst. Darnach erhebt sie
Das riesige gehornte Haupt gen Himmel
Mit furchtsam-schmerzlicher Geberde, zwinkert
Aus toten Augensternen und entfernt sich,
Des Lichtes Stiefkind trotz gluhheisser Sonne,
Auf einpragsamen Wegen hilflos irre,
Den langen Schweif entkraftet um sich schlagend.
Joan Maragall, Die Blinde Kuh.
Joan Maragall
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