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Weltliteratur auf Katalanisch

Katalonien hat eine offene Kultur, die sich durch Literaten und Denker von überall her beieinflussen und formen lassen hat. Die Übersetzung hat es vermocht, Sonette anderer Sprachen dem Klang des Katalanischen anzupassen oder das richtige Wort für ein dem katalanischen Publikum unbekanntes Konzept zu finden – oder, wo notwendig, sogar zu erfinden. In Zeit und Raum weit entfernte Länder sind durch die Tür der Übersetzung zu uns ins Hause gekommen.

Aber die katalanische Literatur ist eine “kleinere” Literatur, wie Kafka sagen würde. Sie hat immer im Schatten größerer Traditionen gelebt. Die kultivierten Leser lasen die Werke der Weltliteratur in den Originalsprachen, aber alle übrigen konnten sich zahlreicher Versionen in der Nachbarsprache, dem Spanischen, bedienen, um dieses Vermächtnis kennen zu lernen. Die Übersetzer kämpften und kämpfen dafür, den Sinn der Übersetzung ins Katalanische deutlich zu machen, obwohl ihre Versionen nicht unabkömmlich zu sein scheinen.

Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem Einfluss, den ein Autor der Weltliteratur ausüben konnte, wenn er oder sie in einer Brückensprache gelesen wurde und dem Einfluss, wenn er oder sie es zu einer eigenen (muttersprachlichen) Version brachte. Nur in diesem letzten Fall konnten die formalen Lösungen und die neuen Inhalte in die Sprache eindringen, sich in ihr verwurzeln und sie verwandeln. Trotz der widrigen Bedingungen besteht die Tradition, die großen Werke der Weltliteratur zu importieren, seit der ersten Übersetzung des Decamerone, im zwölften Jahrhundert von den Mönchen aus Sant Cugat angefertigt, bis in unsere Tage fort.

Neben dem universellen Kanon haben die Übersetzungen auch das Fenster auf eine Menge literarischer Räume geöffnet, die sich hinter dem Vorhang wenig verbreiteter Sprachen verbergen. Die Sprachen, die wir als die „kleinen“ bezeichnen, sind dies nicht nur, weil sie wenige Muttersprachler haben, sondern auch, weil sie nur von wenigen Personen im Ausland gelernt und erforscht werden, so dass der Bereich ihres direkten Einflusses begrenzt bleibt. In diesem Zusammenhang wird die Übersetzung zu einem fundamentalen Werkzeug der Verbreitung und des gegenseitigen Kennenlernens.

In der ganzen Welt, und speziell in Europa, leben verschiedene Kulturen zusammen, und viele stellen sich ohne einen Vermittler als unzugänglich heraus. Die Übersetzung hat dazu beigetragen, ein reicheres und komplexeres Bild des Umfeldes zu erstellen, in dem wir leben.

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Una editorial per als lectors
Jordi Raventós

Se sol dir que el catàleg d’una editorial —si més no el d’una editorial petita— és el mirall de l’editor, és a dir, reflecteix les seves «dèries» llibresques. En el cas d’Adesiara, podríem dir que això, en bona part, és cert. La meva condició de corrector, de traductor i, sobretot, de lector empedreït em fa estimar la gran literatura —la d’aquí i la de fora—, les bones traduccions i la feina ben feta: tres pilars bàsics, al meu entendre, de l’edifici cultural d’un país. Crec fermament que aquests tres factors també haurien de ser essencials en el catàleg de qualsevol editorial, cosa que, per diverses raons, no sempre passa.

Nosaltres, els traductors
Sara Serrano Valenzuela

A la Plaça de la Paraula, amb la catedral de Barcelona com a escenari, durant la taula rodona «Editorials independents i traductors: cara i creu» s’ha parlat de traducció i, sobretot, s’han debatut les condicions en què treballen els traductors. Sabem que és complicat, en països com el nostre, dedicar-se exclusivament a la traducció literària, no només per qüestions econòmiques, sinó també per d’altres factors que hi juguen un paper important.

Marc Monzó. Europe Map (fermall), 2006.
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