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Metamorphose I

Miquel Martí i Pol

Dann und wann sind wir eins – der Tod und ich :
wir essen vom selben Brot,
wir trinken aus einem Kelch Wein,
wir teilen als Freunde die Stunden
schweigen und lesen dasselbe Buch.

Dann und wann stellt sich der Tod bei mir ein,
mein Tod, wenn ich im Hause allein bin.
Dann reden wir ohne Erregung
von dem, was auf Erden geschieht, und von Mädchen,
die ich nicht mehr besitzen kann. Wir reden
ruhig, der Tod und ich, von all diesen Dingen.

Dann und wann, nicht oft, nur zuweilen,
ist es der Tod, der meine Gedichte ersinnt,
und er liest sie mir vor, wenn ich unbewegt bin wie ein Toter;
und schweigend hör ich ihm zu, so, wie ich wünschte,
daß der Tod, wenn ich läse, mir lauschte.

Dann und wann sind wir eins – der Tod und ich;
mit meinem Tod bin ich eins, und allmählich
entblättert die Zeit sich, ohne Aufhebens
teilen wir sie, der Tod und ich,
würdevoll , um es mit diesem Namen zu nennen.

 
Dann kehren die Dinge an ihre Orte zurück,
und ein jeder geht erneut seines Wegs.

Stegmann, Tilbert D. (Hrsg.), Ein Spiel von Spiegeln. Katalanische Lyrik des 20.Jahrhunderts. Übersetzung von Tilbert Stegmann und Uwe Grüning. Leipzig: Reclam, 1986.
Traduït per Tilbert D. Stegmann
Tilbert Dídac Stegmann
Fragments
Cançó - Màrius Torres
Conclusions - Pere Gimferrer
Els treballs perduts - Joan F. Mira
Entreacte - Joan Brossa
Hora baixa - Feliu Formosa
Kensington - Gabriel Ferrater
L'amant - Vicent Andrés Estellés
Metamorfosi I - Miquel Martí i Pol
Nàpols - Josep Palau i Fabre
Poema - Joan Brossa
Poema amb fons negre - Joan Brossa
Un capvespre - Josep Carner
Viatge - Joan Brossa
Bibliografia
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